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Kreuzgelenke Hinterachse

Es ist mal wieder so weit. Der Defender möchte ein wenig Liebe haben und da sich die Temperaturen langsam aber sicher wieder in erträgliche Bereiche bewegen, macht das Schrauben auch wieder Spaß. 

 

Beim letzten unter dem Auto liegen habe ich festgestellt, dass die Kreuzgelenke der Hinterachskardanwelle etwas Spiel haben.

Da es nun bald in den Urlaub gehen soll, müssen neue Gelenke her. 

 

Für den Ausbau ist es pfiffig eines der Hinterräder des Autos aufzubocken. So kann man ganz elegant die Kardanwelle drehen und kommt auch recht gut an die Muttern zwischen den Gelenken. 

Hier fällt dem aufmerksamen Schrauber auf, dass der 14er Schlüssel nicht so richtig gut passt. Das liegt an der Eigenheit unserer englischen Patienten, in gewissen Bereichen noch zöllige Schrauben verbaut zu haben. Die Kardanwelle gehört dazu. 

9/16” wäre eigentlich der Schlüssel der Wahl… oder man fragt ganz lieb und mit etwas Überredungsgeschick einen 14er Schlüssel, ob er nicht mal eben so tun kann als sei er zöllig. Meist machen die das. 

Jetzt kann man sich langsam aber sicher an den Schrauben und Muttern abquälen, die sich nur wenige Bruchteile einer Umdrehung lösen lassen. 

 

- Aufpassen beim Lösen! Die Welle ist schwer und kann auf einen fallen!-

 

Beim Herausziehen der Kardanwelle kann es passieren, dass sie sich am Schiebestück trennt. Das ist nicht schlimm, es gibt aber an der fein verzahnten Welle nur eine Position, wie diese wieder zusammen passt. KEINE GEWALT ANWENDEN! Anders als bei vielen anderen Teilen am Defender ist hier Gewalt nicht vonnöten, die Welle gleitet leicht!

 

Nun gilt es die Sprengringe an den Kreuzgelenken zu lösen. Diese haben sich gerne etwas festgesetzt hier hilft eine gute Sprengringzange und im Notfall eine Prise GEWALT!

Die Sprengringe sind nun lose, wahrscheinlich ist mindestens einer quer durch die Werkstatt geflogen und unauffindbar. Gut, dass bei den neuen Kreuzgelenken neue Ringe dabei sind. 

Jetzt muss man bei den alten Kreuzgelenken noch den Schmiernippel entfernen, damit man das Gelenk aus seiner Fassung prügeln oder mit einem Schraubstock auspressen kann. 

Nun lässt sich das alte Gelenk entfernen. 

Eine schöner Nebeneffekt des Schraubens an der der Kardanwelle ist, dass man sich jetzt sicherlich ziemlich eingesaut hat, die neuen Kreuzgelenke aber gerne in einer sauberen Welle einziehen wollen. 

Also Drahtbürste und Lappen gezückt und erstmal alles schön sauber gemacht. 

Der Einbau der neuen Gelenke funktioniert fettfrei und entgegen der Ausbaureihenfolge. 

Hier ist ein Schraubstock sehr hilfreich, um die Kreuzgelenke in die Schalen zu pressen.

Anschließend die Gelenke mit der Fettpresse noch abfetten und dann kann die Welle wieder unter das Auto!

 

Ach ja… Wer mehr fettet tauscht seltener!

Um das Fett auch an alle Lager des Kreuzgelenkes zu bekommen, empfiehlt es sich, statt langsamer Schübe mit der Fettpresse eher schnelle kräftige Stöße abzugeben. 

Also nicht die schlecht zu erreichenden Schmiernippel an den Gelenken bei der regelmäßigen Landywartung vergessen. 




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